Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau – ja, der Name ist von 1948 und klingt auch so) verteilt jedes Jahr Milliarden an Fördergeldern. Und seit dem Heizungsgesetz-Drama 2023/2024 hat sich einiges getan. Stand 2026 gibt's richtig ordentliche Zuschüsse, wenn du deine Bude energetisch auf Vordermann bringst. Hier das Wichtigste.
Heizungstausch – das große Ding
Seit 2024 läuft die Förderung für den Heizungstausch über die KfW (vorher BAFA). Die Grundidee: Raus mit der alten Öl- oder Gasheizung, rein mit was Klimafreundlichem.
Was wird gefördert?
- Wärmepumpe (Luft-Wasser, Sole, Wasser-Wasser)
- Biomasseheizung (Pellets, Hackschnitzel)
- Solarthermie
- Wasserstofffähige Heizungen
- Anschluss ans Wärmenetz
Wie viel Zuschuss?
Da wird gestapelt – und zwar ordentlich:
- Grundförderung: 30% für alle
- Einkommensbonus: +30% wenn dein Haushaltseinkommen unter 40.000 EUR/Jahr liegt
- Geschwindigkeitsbonus: +20% wenn deine alte Heizung kaputt oder uralt ist (funktionsfähige Öl/Gas/Kohle/Nachtspeicher, die mindestens 20 Jahre alt ist)
Das heißt: Im besten Fall bis zu 70% Zuschuss. Bei ner Wärmepumpe, die 30.000 EUR kostet, sind das 21.000 EUR vom Staat. Maximal förderfähig sind 30.000 EUR Kosten (erstes Wohngebäude).
Maximaler Zuschuss pro Wohneinheit: 21.000 EUR (70% von 30.000 EUR). Bei Mehrfamilienhäusern steigen die förderfähigen Kosten pro zusätzlicher Wohneinheit.
Mega wichtig: Du musst den Antrag bei der KfW stellen, BEVOR du den Handwerker beauftragst. Erst Antrag, dann Auftrag. Wer das andersrum macht, geht leer aus. Kein Witz – das ist der häufigste Fehler.
Energetische Sanierung (nicht nur Heizung)
Neben dem Heizungstausch gibt's auch Förderung für:
- Dämmung (Fassade, Dach, Kellerdecke) – 15% Zuschuss + 5% Bonus mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP)
- Fenster & Türen – gleiche Konditionen wie Dämmung
- Lüftungsanlagen – 15% + 5% iSFP-Bonus
- Heizungsoptimierung – 15% (hydraulischer Abgleich etc.)
Förderfähige Kosten hier: 30.000 EUR pro Wohneinheit (mit iSFP sogar 60.000 EUR). Das ist aber das BAFA-Programm (BEG EM), nicht KfW – etwas verwirrend, aber so läuft der Laden.
KfW-Kredit für Komplettsanierung
Wenn du dein Haus zum Effizienzhaus sanierst (also richtig runderneuerst), gibt's zinsgünstige KfW-Kredite mit Tilgungszuschuss:
- Bis zu 150.000 EUR Kreditbetrag pro Wohneinheit
- Tilgungszuschuss je nach erreichtem Effizienzhausstandard (5-25%)
- Zinsen deutlich unter Marktniveau
Der Ablauf in 5 Schritten
- Energieberater einschalten – kostet ca. 300-500 EUR nach BAFA-Förderung, lohnt sich aber brutal weil er dir den optimalen Sanierungsfahrplan erstellt UND die Förderung maximiert
- Angebote einholen – mindestens 2-3 Handwerker anfragen
- Antrag stellen – bei KfW (Heizung) oder BAFA (Hülle/Fenster) BEVOR du unterschreibst
- Bewilligung abwarten – bei der KfW aktuell ca. 4-8 Wochen
- Umsetzen & Geld bekommen – nach Fertigstellung Verwendungsnachweis einreichen
Häufige Fallen
- Antrag nach Beauftragung = keine Förderung (s.o.)
- Handwerker muss auf der Liste der Fachunternehmen stehen
- Fördertöpfe können unterjährig leer sein – nicht ewig warten
- Eigenleistung wird nicht gefördert, nur Material + Fachhandwerker
- Steuerbonus (§ 35c EStG) und KfW/BAFA-Förderung schließen sich gegenseitig aus – vorher rechnen was besser ist
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